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Aufbau der Weiterbildung

Einführungsseminar: “Wurzeln und Flügel” (4 Tage)

  • WurzelnIm Einführungsseminar werden die Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen der systemischen Therapie mit Kindern und Jugendlichen vermittelt
  • Zentrale Themen sind „Bindung“, „Zugehörigkeit“ und „Biografie“.
  • Außerdem behandeln wir kulturelle und ethnische Aspekte.
  • Wir fördern eine Ressourcen orientiert Selbstreflexion der TeilnehmerInnen als Basis für die Beziehungsgestaltung in der systemischen Kinder- und Jugendlichentherapie.
  • Im Zentrum stehen weiterhin Fragen zum therapeutischen Setting in der systemischen Kinder- und Jugendlichentherapie, sowie die Frage der Beziehungsaufnahme zu Kindern, Jugendlichen und Eltern.
  • Auftragsklärung und der Platz und die Bedeutung des Therapeuten im Helfersystem und in der Familie sind die Voraussetzung für das konkrete weitere Arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen im Weiterbildungsverlauf

Zweite Seminar: „Die Pool-Position und die ersten Runden“ (4 Tage)

  • PoolpositionIm zweiten Seminar stehen unterschiedliche Entwicklungsdynamiken in Familien im Vordergrund.
  • Schwerpunktmäßig fokussieren wir die kleinkindliche Lebensphase bis zum Schuleintritt.
  • Für dieses Entwicklungsalter werden systemische und andere aktuelle Diagnose- und Testverfahren vorgestellt
  • Im Mittelpunkt steht der systemtherapeutische Zugang zu Kindern, die Entwicklungsverzögerungen, bzw. – störungen zeigen: Frühe Regulationsprobleme, Einnässen, Einkoten, AD/HS, Sprachprobleme, oder motorische Abweichungen.
  • Weitere Themen sind Krisenbewältigungsstrategien in Familien und systemisches Elterncoaching.
  • Außerdem werden wir die ethischen Aspekte der systemisches Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Eltern betrachten.

Drittes Seminar: “Über Ressourcen zum Ziel“ (4 Tage)

  • Seerose.jpgDieses Seminar orientiert sich an der kindlichen Lebensphase der Schulzeit
  • Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf dem Erlernen praktischer Methoden für die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
  • Lösungs- und hypnotherapeutische Verfahren stehen dabei im Vordergrund und werden durch systemische und verhaltenstherapeutische Strategien ergänzt und entsprechend eingeübt.
  • Wir konzentrieren uns auf Probleme wie Ängste, Aggressionen, Lern-, Leistungs-, und Selbstwertprobleme sowie Somatisierungen.
  • Es werden Ansätze für gruppentherapeutisches Arbeiten mit Kindern vorgestellt, ausprobiert und reflektiert, wann solche Angebote angezeigt sind.
  • Ein weiterer Baustein ist die Planung des Therapieprozesses unter Berücksichtigung von Kooperationen und Abgrenzungen im Familien- und Helfersystem sowie im Systemumfeld.

Erstes Praxisseminar: „In die Karten geschaut“ (3 Tage)

  • PraxisseminarDas Supervisionsseminar in Form von Live-Arbeiten und/oder Videopräsentationen dient den TeilnehmerInnen dazu, ihre systemische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern vorzustellen.
  • Die Supervision ist Ressourcen orientiert und stützend, um das Lernen durch Tun zu fördern. Sie dient nicht nur der Entwicklung der TherapeutInnen, sondern soll den begleiteten Kindern, Jugendlichen und Eltern hilfreiche und wachstumsfördernde Erfahrungen vermitteln.
  • Interventionen und Rückmeldungen durch die TrainerIn, Unterstützung durch ein Reflecting-Team während des therapeutischen Prozesses und anschließendes Feedback der Weiterbildungsgruppe dienen dazu, die Arbeit zu verfeinern und weiter zu entwickeln.

Viertes Seminar: „Auf der Suche…“ (4 Tage)

  • AblösungIm Mittelpunkt des Seminar steht die Suche nach Unabhängigkeit, nach Lebensperspektiven und nach Zugehörigkeit im Jugendalter.Wir konzentrieren uns auf die Frage nach typischen Problemen in diesem Entwicklungsalter, wie z.B. Auffälligkeiten im Essverhalten, süchtigem Verhalten, Auto- oder Fremdaggression und der systemorientierten Arbeit mit Jugendlichen und ihren Familien.
  • Die Entwicklungsthemen „Ablösung und Individuation“, „Grenzen und deren Ausdehnung“ werden in ihrer systemischen Bedeutung beleuchtet.
  • Ergänzt wird das Seminar durch die Frage nach der Bedeutung von Fremdplatzierung und frühen Verlusterfahrungen für die Suche.
  • Methodischen Interventionen wie z.B. Biografiearbeit, Teilearbeit, Timeline und das Beziehungssetting in der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen und ihren Eltern sind weitere Inhalte.

Fünftes Seminar: „Wenn Grenzen überschritten werden“ (4 Tage)

  • P1010035In diesem Seminar geht es um den Umgang mit Systemen, die aus dem Gleichgewicht geraten sind. Hintergrund können gewalttätigen Übergriffe und unterschiedlichste Missbrauchserfahrungen sein.
  • Im Mittelpunkt dieses Seminars steht der therapeutische Umgang mit besonders erschwerenden Bedingungen, wie sie z.B. auch in Familien mit suchtkranken, psychischkranken oder chronischkranken Eltern entstehen.
  • Zentrale Fragen werden sein: Welches systemtherapeutische Vorgehen empfiehlt sich in welcher Sondersituationen? Wie geht man mit Grenzverletzungen und Übergriffen gegenüber Kindern und Jugendlichen um, welche Unterstützungen gibt es in Form von Verträgen, Hausaufgaben oder Absprachen mit betreuenden oder sanktionierenden Institutionen?
  • Ein weiterer Schwerpunkt dieses Seminars stellen die kinder -und jugendpsychiatrische Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten inkl. medikamentöser und institutioneller Hilfen dar.Praxisseminar: „In die Karten geschaut“ (3 Tage)
Zweites Praxisseminar: “In die Karten geschaut” (3 Tage)

Abschlussseminar: „Zu guter Letzt…“ (3 Tage)

  • 130 Unter den WolkenIn diesem Seminar werde die Therapieverläufe, die im Rahmen der Weiterbildung dokumentiert wurden, dargestellt.
  • Die persönliche und professionelle Entwicklung im Rahmen der Ausbildung wird durch Eigeneinschätzung und Feedback reflektiert.
  • Das Seminar steht exemplarisch für Therapieabschlüsse und Abschiede in Form von Ritualen, Geschenken und Ankern, Rückblick und Blick nach vorne.Bei erfolgreichem Abschluss wird das Zertifikat entsprechend den DGSF-Kriterien verliehen, ansonsten eine Teilnehmerbescheinigung ausgestellt.